Dorothee Pilavas · Text - Beratung - Konzeption
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Trotz Kollision zum Pokal

Duisburger Drachenbootregatta mit starker Siemens-Beteiligung

Ein spannendes Verfolgungsrennen lieferte sich die "Power Generation" im Finale der Duisburger Drachenbootregatta mit den "Teuflischen Engeln". Und die machten ihrem Namen alle Ehre, als sie bei der Wende nach 250 Metern mit dem Siemens-Team kollidierten und so fast ein vorzeitiges Ende des Rennens herbeiführten. Doch die "Power Generation" gab alles und landete mit einer Zeit von 2 Minuten 59,37 Sekunden auf dem dritten Platz.

Überglücklich nahm Teamleiterin Sarah Zurek den Pokal entgegen. Seit vier Jahren fährt die junge Mitarbeiterin aus der Entwicklungs-abteilung Drachenboot. Die Siegertrophäe wird sie in ihr Großraumbüro neben die beiden Pokale der Vorjahre stellen - als erneute Bestätigung, in der besten Siemens-Mannschaft mitzupaddeln.

Mit 170 Mannschaften Weltrekord

Sechs Siemens-Teams waren bei der Drachenboot Fun-Regatta am 19. Juni im Duisburger Innenhafen angetreten. Mit 170 Mannschaften und 3.500 Teilnehmern war sie die größte Fun-Regatta der Welt. Die Organisatoren der Wanheimer Kanu-Gilde wollen diesen Rekord ins Guinness-Buch eintragen lassen. Ein Rekord war auch die starke Beteiligung der Siemens-Mitarbeiter. Drei Teams waren zum ersten Mal dabei. Der erfolgreichste Newcomer "The Dragon Wagon" schaffte es im Anfänger-Cup auf den zweiten Platz. Dies war sicherlich auch Teamleiterin Sabine Rösler zu verdanken, die ihre Erfahrungen aus vergangenen Rennen einbringen konnte, ihre 20-köpfige Mannschaft dieses Mal aber vom Ufer aus anfeuern musste, da der Rücken Probleme machte.

Dabei sein ist alles

Die anderen Neulinge konnten sich zumindest über jede Menge Spaß freuen. Ralf Penk startete mit den "Betriebsräten mit Power". Sein Ziel, nicht letzter zu werden, hat er mit dem neunten Platz locker erreicht. Doch für den Betriebsratsvorsitzenden ist der sportliche Erfolg nicht alles: "So ein Drachenbootrennen stärkt den Zusammenhalt in der Belegschaft ungemein. Hier kommt man auch mal mit Kollegen ins Gespräch, die man in der Firma nicht trifft." Auch die Auszubildenden hatten ein eigenes Team. Der "Oberwellen Alarm" konnte sich zwar innerhalb der drei Vorläufe nach und nach verbessern, nahm dann aber nur einen hinteren Platz ein. Marcus Engels führte das auf die kurze Trainingszeit zurück: "Die Koordination fehlte, und den Start hatten wir vorher gar nicht geübt." Doch alle genossen das herrliche Sommerwetter, die gute Stimmung und die vorzügliche Verpflegung.

Der Traum vom eigenen Boot

Die Siemens Geschäftsführung hatte die Teams ausgestattet und die Trainings- und Startgebühren übernommen. Viel Unterstützung aus den oberen Etagen vermerkte auch Daniela Schütten, die mit den "Turbo Dragons" vor fünf Jahren zum ersten Mal an den Start ging und damit den Grundstein für die Drachenbootbegeisterung bei Siemens legte. Dieses Jahr reichte es dann auch zu einem Pokal. Mit einer Zeit von 3 Minuten 9,47 Sekunden rückten die "Turbo Dragons" den Paddlern der "Power Generation" schon bedrohlich nahe. Die träumen mittlerweile von einem eigenen Siemens-Boot, und eigentlich sind sich alle Mitarbeiter an diesem Tag einig: Ein eigenes Boot würde sich bei diesem großen Interesse wirklich lohnen. Im nächsten Jahr wollen dann auch alle wieder dabei sein. Insbesondere die "Siemens Power Generation", die den Pokal nur knapp verfehlte, möchte die hausinterne Konkurrenz endlich schlagen. Teamgeist ist für Mannschaftsleiter Andreas Klonz dabei zentral. "Im Drachenboot sind alle gleich wichtig. Egal ob man vorne oder hinten sitzt - man muss eine Einheit bilden, um Erfolg zu haben."

Erschienen in der Siemens-Mitarbeiterzeitschrift "turbonews", Juli 2005

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